Lexikon
Eigentümerquote
Die Eigentümerquote ist der Anteil der Haushalte, die in einer eigenen Wohnung oder einem eigenen Haus leben, an allen Haushalten eines Gebiets, und sie wird als Prozentsatz angegeben, der die Wohnform einer Region beschreibt.

Die Eigentümerquote zeigt den Anteil der Haushalte, die in einer Immobilie leben, die ihnen gehört. Sie wird als Prozentsatz an allen Haushalten eines Gebiets angegeben. Eine hohe Quote bedeutet, dass ein großer Teil der Haushalte selbst wohnt und nicht zur Miete lebt. Die Kennzahl unterscheidet sich von der Wohneigentumsquote, die den Anteil der Wohnungen in Eigentum misst. Das Rechenbeispiel nutzt frei gewählte Werte.
Was ist die Eigentümerquote?
Die Eigentümerquote ist eine Kennzahl der Wohnsituation. Sie bezieht sich auf die Haushalte und fragt nach dem Anteil, der in einer eigenen Immobilie wohnt. Die Zahl wird als Prozentsatz angegeben und dient dem Vergleich zwischen Regionen.
Die Quote kann zwischen Gebieten stark schwanken. Städte haben oft einen höheren Anteil an Mietwohnungen, ländliche Regionen einen höheren Anteil an Eigenheimen. Die Quote spiegelt deshalb die Wohnstruktur, die Einkommen und die Preise der Immobilien wider.
Für den Wohnungsmarkt ist die Eigentümerquote ein Indikator für die Nachfrage nach Mietwohnungen. Je geringer der Anteil der Eigentümer, desto größer ist in der Regel der Anteil der Haushalte, die auf Mietwohnungen angewiesen sind.
Wodurch unterscheidet sich die Eigentümerquote von der Wohneigentumsquote?
Die Eigentümerquote bezieht sich auf die Haushalte, also auf die Personen, die gemeinsam wirtschaften. Die Wohneigentumsquote dagegen misst den Anteil der Wohnungen, die im Eigentum stehen. Beide Werte können voneinander abweichen, weil ein Haushalt auch Wohnungen besitzen kann, die er nicht selbst nutzt.
Die Unterscheidung ist wichtig beim Vergleich von Quellen. Eine Angabe zu Eigentümern bezieht sich nicht automatisch auf die Wohnungen. Vor der Übernahme einer Zahl prüfen Sie daher, ob sie Haushalte oder Wohnungen als Bezug nutzt.
Welches Beispiel zeigt die Eigentümerquote?
Das Rechenbeispiel nutzt frei gewählte Werte ohne Marktbezug. In einem Gebiet mit 100.000 Haushalten wohnen 42.000 Haushalte in einer eigenen Immobilie. Die Eigentümerquote beträgt damit 42 Prozent, berechnet als 42.000 geteilt durch 100.000, multipliziert mit 100.
Verteilt sich der Rest auf Mietwohnungen, leben im Beispiel 58.000 Haushalte zur Miete. Der Mietanteil liegt bei 58 Prozent. Beide Anteile ergeben zusammen 100 Prozent, weil jeder Haushalt entweder eigene Immobilie oder Miete als Wohnform hat.
Welche Begriffe gehören zur Eigentümerquote?
- Haushalt: Die Gruppe von Personen, die gemeinsam wirtschaftet und eine Wohnung bewohnt.
- Wohneigentum: Die Immobilie, die dem Bewohner gehört oder in seinem Eigentum steht.
- Wohneigentumsquote: Der Anteil der Wohnungen, die im Eigentum stehen.
- Mietquote: Der Anteil der Haushalte, die zur Miete wohnen.
- Eigenheim: Ein Haus oder eine Wohnung, die vom Eigentümer selbst bewohnt wird.
- Haushaltsstatistik: Die amtliche Auswertung der Haushalte nach Wohnform und Größe.
- Kreis: Die regionale Einheit, für die die Quote je Gebiet ausgewiesen wird.
Allgemeine Information, keine Rechtsberatung. Die Quote beschreibt Gebiete im Durchschnitt und sagt nichts über die Lage einzelner Haushalte aus. Vor einer Entscheidung zum Kauf oder zur Miete prüfen Sie die persönliche Situation. Keine Rechtsberatung: Der Inhalt ersetzt keine Prüfung im Einzelfall durch Mieterverein oder Fachanwalt. Datenquellen und Stand stehen an jeder Tabelle.
Häufige Fragen
Ist eine hohe Eigentümerquote ein Zeichen für Wohlstand?
Die Quote zeigt die Wohnform, nicht die Wohlstandslage einzelner Haushalte. Sie hängt stark von Preisen, Bauweise und Region ab.
Warum liegt die Quote in Städten oft niedriger?
In Städten dominieren Mietwohnungen, und die Preise für Eigentum sind häufig hoch. Dadurch wohnt dort ein kleinerer Anteil der Haushalte im eigenen Heim.
Wo finde ich die Eigentümerquote für meinen Kreis?
Die Angabe stammt aus amtlichen Erhebungen wie dem Zensus. Die Ergebnisse stehen je Kreis zur Verfügung.
Quellen
Redaktion, Stand 21.10.2026. Das Rechenbeispiel nutzt frei gewählte Werte ohne Marktbezug. Berechnungsweg: Haushalte in eigener Immobilie geteilt durch alle Haushalte, mal 100.
Weiterlesen: Wohnungsmarkt in Zahlen und Wohngeld: Miete, Leerstand, Neubau und Förderung, Leerstandsquote, Mieten oder kaufen: Entscheidungshilfe mit Zahlen aus Ihrem Kreis.
Häufige Fragen
Ist eine hohe Eigentümerquote ein Zeichen für Wohlstand?
Die Quote zeigt die Wohnform, nicht die Wohlstandslage einzelner Haushalte. Sie hängt stark von Preisen, Bauweise und Region ab.
Warum liegt die Quote in Städten oft niedriger?
In Städten dominieren Mietwohnungen, und die Preise für Eigentum sind häufig hoch. Dadurch wohnt dort ein kleinerer Anteil der Haushalte im eigenen Heim.
Wo finde ich die Eigentümerquote für meinen Kreis?
Die Angabe stammt aus amtlichen Erhebungen wie dem Zensus. Die Ergebnisse stehen je Kreis zur Verfügung.
Keine Rechtsberatung: Der Inhalt ersetzt keine Prüfung im Einzelfall durch Mieterverein oder Fachanwalt. Datenquellen und Stand stehen an jeder Tabelle.